Karies ist die häufigste Erkrankung in der Zahnmedizin. Sie führt zu Verschlechterung des Lächelns und sogar zu Zahnverlust. Erschreckenderweise wird sie bei 99% aller Erwachsenen festgestellt 😱
Wir bei MONDENT spezialisieren uns auf Kariesprävention und haben untersucht, woher sie kommt und wie Sie das Risiko für ihre Entstehung senken können. Hier sind unsere Erkenntnisse.
Ursachen für Karies
Allgemeine Ursachen
-
Ungesunde Ernährung: Zu viele einfache Kohlenhydrate 🍪, zuckerhaltige Getränke und häufige Snacks begünstigen Karies. Zucker ist die Hauptnahrungsquelle für kariesverursachende Bakterien.
-
Zu wenig Fluorid im Trinkwasser: Fluorid-Ionen blockieren Enzyme, mit denen Kariesbakterien Zucker in Säuren umwandeln, die den Zahnschmelz zerstören. Der optimale Fluoridgehalt liegt bei 0,7 bis 1 mg/l. In vielen Regionen wird jedoch nicht einmal die Hälfte dieses Wertes erreicht.
-
Veranlagung und Erkrankungen: Störungen in der Entwicklung von Zahnschmelz und Dentin können die Kariesanfälligkeit erhöhen. Die Ursache für eine unvollständige Struktur der Zahnsubstanz kann genetisch bedingt sein oder durch bestimmte Erkrankungen entstehen.
-
Stress und extreme Belastungen: Studien zeigen, dass bei Menschen unter emotionalem Stress der kariöse Prozess häufiger und stärker fortschreitet. Bei Patienten, die in ihrer Kindheit ein schweres psychisches Trauma erlebt haben, ist die Verbreitung von Karies und Gingivitis doppelt so hoch.
Lokale Faktoren
-
Schlechte Mundhygiene: Falsches oder unregelmäßiges Zähneputzen führt zu Plaque-Ansammlungen. In diesem Belag leben kariesverursachende Bakterien – wie Streptococcus mutans. Im Laufe ihres Lebens produzieren diese Bakterien Essig-, Milch-, Ameisen- und Brenztraubensäure, die den Zahnschmelz allmählich zerstören.
-
Zu wenig Speichel: Speichel spült Speisereste weg, neutralisiert bakterielle Säuren, remineralisiert den Schmelz und hemmt das Bakterienwachstum. Bei reduzierter Speichelproduktion sind diese Schutzfunktionen geschwächt. Dies führt zu mehr Zahnbelag, was Karies und Zahnfleischentzündungen provoziert. Ursachen für geringeren Speichelfluss können sein: Dehydrierung, bestimmte Medikamente, Diabetes und andere Krankheiten.
-
Zahnengstände und alte Füllungen: Engstehende Zähne, überstehende Ränder alter Füllungen oder Kronen sind ideale Nischen für Zahnbelag. Bei der Reinigung ist er nur schwer vollständig zu entfernen. Weder Bürste noch Zahnseide erreichen diese schwer zugänglichen Stellen, an denen sich dann Karies bilden kann.
Warum ist Karies so gefährlich?
Karies ist kein rein ästhetisches oder temporäres Problem. Sie bildet einen Herd chronischer Infektion, der zu komplexeren Zahnerkrankungen führen kann. Es entsteht der trügerische Eindruck, den Zahnarztbesuch verschieben zu können. Doch mit der Zeit wächst die oberflächliche Karies und breitet sich in die Tiefe der Wurzel aus. Dies kann zu Pulpitis (Entzündung des Zahnnervs) oder einem Abszess am Zahnfleisch führen.
Karies heilt nicht von selbst ☹️
Kariöse Löcher sind Quellen ständiger Infektion, die sogar zu chronischer Mandelentzündung im Oberkiefer beitragen können. Selbst wenn der Zahn noch nicht schmerzt, besteht Gefahr. Je früher Sie einen Zahnarzt aufsuchen, desto einfacher und günstiger ist die Kariesbehandlung. Warten Sie nicht auf Schmerzen – vereinbaren Sie eine Konsultation bei MONDENT. Wir finden die Ursache des Problems und helfen Ihnen, Ihre Zahngesundheit zu erhalten.
Grundregeln der Kariesprophylaxe – Eine Merkliste
Befolgen Sie diese Ratschläge, um Ihr Risiko deutlich zu senken:
-
Gründlich putzen: Einfach nur zweimal täglich zu putzen reicht nicht – wenn es schlecht gemacht wird, bringt es nichts. Verwenden Sie zusätzlich zur Bürste Zahnseide, eine Munddusche oder Interdentalbürstchen für die engen Zahnzwischenräume.
-
Zähne nach dem Essen putzen: Besonders abends ist das wichtig. Nach dem Putzen sollten Sie möglichst nichts mehr essen – so bleiben keine Speisereste zurück, Bakterien haben weniger Arbeit und Säuren können den Schmelz nicht angreifen.
-
Alle sechs Monate zur Kontrolle: Auch wenn nichts weh tut. Der Zahnarzt untersucht Ihre Zähne, entfernt Belag an schwer zugänglichen Stellen und kann Karies im Frühstadium entdecken, die oft einfach durch Fluoridierung behandelt werden kann.
-
Alle sechs Monate professionelle Reinigung und Fluoridierung: Um harten Zahnstein und dunkle Verfärbungen zu entfernen, braucht es spezielle Geräte – das schafft man nicht zu Hause. Nach der Reinigung trägt der Zahnarzt ein mineralhaltiges Gel auf, das die Zähne stärkt.
Methoden der Kariesvorbeugung
Man unterscheidet drei Stufen der Prophylaxe:
-
Primär: Das Ziel ist, die Entstehung von Karies von vornherein zu verhindern.
-
Sekundär: Hier geht es darum, das Risiko für Löcher und Komplikationen wie Pulpitis oder Parodontitis zu verringern.
-
Tertiär: Sie kommt zum Einsatz, wenn Karies den Zahn bereits stark zerstört hat. In diesem Fall wird der Zahn mit Veneers, Kronen oder Prothesen wiederhergestellt.
Die Prophylaxe teilt sich in zwei Arten auf, die idealerweise kombiniert werden:
Exogene Methoden (Äußere Einflüsse)
Diese Methoden stärken den Zahnschmelz von außen und machen ihn widerstandsfähiger gegen die Säuren der Bakterien.
Dazu zählen:
-
Richtige häusliche Zahnpflege
-
Professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt
-
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
-
Remineralisierungstherapien zur Schmelzhärtung
-
Zahnregulierung mit Brackets oder Alignern
-
Reduzierung von Zucker in der Ernährung
Endogene Methoden (Innere Einflüsse)
Diese Methoden stärken die Zähne, indem sie den gesamten Organismus unterstützen:
-
Ausreichend Wasser trinken (ca. 2,5 Liter/Tag)
-
Behandlung von Krankheiten, die den Speichelfluss beeinträchtigen
-
Calciumreiche Lebensmittel essen
-
Weniger Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke
-
Festes Obst und Gemüse in den Speiseplan integrieren (fördern die Selbstreinigung)
-
Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen (z.B. Phosphor, Calcium, Fluorid)
Professionelle Zahnreinigung bei MONDENT
Der Zahnarzt entfernt Belag auch an den schwierigsten Stellen, inklusive dunkler Verfärbungen durch Tee oder Nikotin, die zu Hause nicht zu beseitigen sind. Eine solche Reinigung sollte alle 6 Monate durchgeführt werden, bei Parodontitis oder festsitzender Zahnspange sogar alle 3 Monate.
-
Ultraschallreinigung: Zuerst entfernt der Arzt Zahnstein mit Ultraschall.
-
Air Flow: Anschließend werden dunkle Verfärbungen und weiche Beläge mit einem Pulverstrahlgerät (wie Air Flow) beseitigt. Ein Wasser-Pulver-Gemisch unter Druck reinigt auch die engsten Zwischenräume.
-
Polieren & Fluoridierung: Zum Schluss werden die Zähne poliert, damit sich neuer Belag schwerer anhaftet, und fluoridiert, um den Schmelz zu härten.
Die richtige Ernährung
Versuchen Sie, weniger Kohlenhydrate, besonders einfache Zucker, zu sich zu nehmen. Diese wirken sich negativ auf den Zahnschmelz aus. Zwar liefern sie schnell Kalorien, behindern aber die Aufnahme wichtiger Nährstoffe wie Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente, die für Zähne und Zahnfleisch essentiell sind.
Vorsorge ist einfacher als Behandlung: Essen Sie abends keine Süßigkeiten, snacken Sie sie nicht zwischendurch und naschen Sie nicht nach den Mahlzeiten. Haben Sie doch einmal gesündigt – putzen Sie danach die Zähne oder spülen Sie den Mund zumindest aus.
Für die Zähne sind Käse, Fleisch, Nüsse und Milch besonders wertvoll. Sie helfen, den Zahnschmelz zu remineralisieren, da sie reich an Calcium und Phosphor sind.
Wichtig ist auch, Nahrung zu kauen und nicht nur weiche Breie zu sich zu nehmen. Moderne Lebensmittel sind oft zu weich – darunter leiden Zähne und Zahnfleisch. Integrieren Sie feste Nahrung wie Möhren oder Äpfel – lassen Sie Ihre Zähne arbeiten.
Immunsystem stärken zur Kariesprophylaxe
Ein schwaches Immunsystem begünstigt Karies, da Infektionen den Schmelz leichter angreifen können. So stärken Sie Ihre Abwehrkräfte:
-
Ausgewogene Ernährung: Essen Sie vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel.
-
Calcium für Zähne und Kiefer (Milchprodukte, Brokkoli, Mandeln).
-
Vitamin D für die Calciumaufnahme (Fisch, Eier).
-
Vitamin C für gesundes Zahnfleisch (Zitrusfrüchte, Kiwi, Paprika).
-
Zink für die Geweberegeneration (Samen, Rindfleisch).
-
Weniger Zucker – das Lieblingsfutter der Bakterien.
-
Viel Wasser trinken: Spült Speisereste weg und unterstützt den Speichel.
-
-
Bewegung: Sport, Spaziergänge, Yoga oder Schwimmen verbessern die Durchblutung und versorgen Zähne und Zahnfleisch mit Nährstoffen.
-
Schlaf: Gönnen Sie sich ausreichend Erholung (7-8 Stunden). Das stärkt das Immunsystem und schützt indirekt vor Karies.
-
Zahnreinigung: Putzen Sie zweimal täglich, verwenden Sie Zahnseide oder eine Munddusche. Nutzen Sie eine antibakterielle Mundspülung, um die Keimzahl zu reduzieren.
Fluoridierung und Remineralisierung des Zahnschmelzes
Es gibt Präparate, die nicht nur vor Karies schützen, sondern sie im Frühstadium sogar heilen können. Sie sind als Suspensionen, Lacke oder Gelees erhältlich und enthalten Fluorid, Calcium, Kalium und andere schmelzstärkende Mineralien.
Die Remineralisierung kann beim Zahnarzt oder zu Hause durchgeführt werden. In der Praxis erfolgt sie meist nach der Reinigung. Für zu Hause kann Ihr Zahnarzt bei MONDENT individuelle Schienen (Trays) anfertigen, die Sie mit einem Gel füllen und tragen, um den Schmelz zu Hause zu stärken.
Individuelle Hygienemaßnahmen für zu Hause
Die häusliche Pflege ist Ihre wichtigste Waffe gegen Karies. Neben der Zahnbürste benötigen Sie Zahnpasta, Mundspülung, Zahnseide und eine Munddusche.
Die richtige Zahnpasta und Mundspülung
Es gibt viele Produkte, aber wählen Sie solche, die gegen Karies wirken. Sie stärken den Schmelz und reparieren geschädigte Stellen dank Inhaltsstoffen wie Fluorid, Calcium, Hydroxylapatit und Phosphaten. Oft ist auch Xylit enthalten, hemmt das Bakterienwachstum, unterstützt den Speichel und verbessert die Remineralisierung.
Zahnseide (Floss)
Zahnseide ist unverzichtbar für die Reinigung der Zahnzwischenräume, die die Bürste nicht erreicht. Dort bleiben oft Speisereste hängen und Bakterien sammeln sich an – die Ursache für Karies und Zahnfleischentzündungen.
Anwendung: Nehmen Sie etwa 20-25 cm Zahnseide, wickeln Sie die Enden um die Zeigefinger und lassen Sie 2-3 cm dazwischen frei. Führen Sie die Seide vorsichtig zwischen die Zähne, bis zum Zahnfleisch, umfahren Sie den Zahn und wischen Sie den Belag ab. Wiederholen Sie dies am Nachbarzahn mit einem frischen Stück Zahnseide.
Die Munddusche
Eine Munddusche reinigt die Zahnzwischenräume und den Zahnfleischrand, wo sich oft Belag ansammelt. Der Wasserstrahl massiert zudem das Zahnfleisch und verbessert die Durchblutung. Besonders nützlich ist sie für Träger von Brackets oder Implantaten – sie erreicht Stellen, an die die Bürste nicht herankommt.
Was also tun, um Karies zu vermeiden?
Für starken, widerstandsfähigen Zahnschmelz ist eine umfassende Prophylaxe nötig. Da jeder Mund anders ist, sollte der Plan idealerweise gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt bei MONDENT erstellt werden.
Allein die Auswahl der richtigen Zahnpasta ist komplex. Enthält Ihr Trinkwasser beispielsweise viel Fluorid, ist eine fluoridierte Zahnpasta vielleicht nicht optimal. Das Gleiche gilt für Bürsten, Putztechnik und Mundduschen – lassen Sie sich am besten professionell beraten.
Möchten Sie verstehen, wie Sie Ihre Zähne optimal vor Karies schützen können und haben noch Fragen? Vereinbaren Sie einen Termin bei unseren Zahnärzten. Die Experten der MONDENT Zahnklinik wissen, wie Sie Ihre Zähne langfristig gesund und schön erhalten.
Fragen & Antworten (FAQ)
Kann man Karies vermeiden, indem man zweimal täglich die Zähne putzt?
Ja, wenn man es richtig macht und keine Zahnbeläge zurücklässt. Die Zahnbürste reinigt Kau-, Zungen- und Wangenflächen. Für die Seitenflächen braucht man Zahnseide und eine Munddusche.
Sollte man zum Zahnarzt gehen, wenn keine sichtbaren Anzeichen von Karies vorliegen?
Ja, regelmäßige Kontrollen sind für die Früherkennung und Durchführung prophylaktischer Maßnahmen unerlässlich. Dies sollte alle 6 Monate erfolgen.
Stimmt es, dass bei der Ultraschallreinigung der Zahnschmelz beschädigt wird?
Nein, die Ultraschallreinigung zur Entfernung von Zahnstein ist für den Schmelz unbedenklich. Die Ultraschallwellen wirken schonend und zerstören nur die harten Ablagerungen, die dann mit Wasser weggespült werden.
Was ist besser – eine Handzahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste?
Beide können Beläge effektiv entfernen, wenn sie korrekt angewendet werden. Wählen Sie die, die für Sie angenehmer ist, und lassen Sie sich vorher von Ihrem Zahnarzt bei MONDENT beraten.
Kann ein falscher Biss Karies verursachen?
Ja, Zahnengstände erschweren die Reinigung. Auf den schwer zugänglichen Flächen bleibt ständig Zahnbelag mit kariesverursachenden Bakterien haften. Wenn sich die Hygienesituation nicht verbessert, führt dies zwangsläufig zu Karies.




